Bischof Thomas

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Hof Gravis
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Allmeinteilweg 7
6713 Ludesch
Mobil
+43 664 2204917
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Produkte mit Ländle Gütesiegel

Ländle Kartoffeln

Beschreibung

Einst wurde Ludesch die Salatschüssel Vorarlbergs genannt. Noch heute spielt der Gemüseanbau eine große Rolle. So wie für Thomas Bischof vom Hof Gravis.

„A Zit volla Fröd, a Zit volla Hoffa, a Zit volla Planga …“ So beschreibt die Ludescher Mundartdichterin Anneliese Zerlauth die Freuden und Mühen der Gartenarbeit. Was für den eigenen Hausgarten gilt, ist für einen professionellen Gemüseanbauer wie Thomas Bischof natürlich von noch wichtigerer Bedeutung. Denn schließlich muss der 35-Jährige von seiner Ernte auch leben können.

Kartoffelanbau als Hauptstandbein
Seit jeher hat der Gemüseanbau in der Blumenegg-Gemeinde eine große Tradition. In den 1980er-Jahren wurde Ludesch oftmals sogar scherzhaft als die „Salatschüssel Vorarlbergs“ bezeichnet. Der Grund: Im damals nicht viel mehr als 2.000 Einwohner zählenden Ort gab es gleich 16 Gärtnereien, von denen heute immerhin noch drei übrig geblieben sind. Im Fall von Thomas Bischof spielt der Salat allerdings eine untergeordnete Rolle. Das Hauptstandbein des Agrar-Ingenieurs bildet vielmehr die Kartoffel. Auch hier war Ludesch einst absolute Hochburg. Rund 40 Hektar wurden angebaut. Beinahe so viel, wie heute im ganzen Land. Doch die industrielle Entwicklung und die Platzknappheit hat die Agrarwirtschaft sukzessive verdrängt. „Für mehr Regionalität fehlt uns einfach der Boden“, bringt es Bischof auf den Punkt. „Bei Kartoffeln beträgt der Selbstdeckungsgrad im Land fünf bis acht Prozent.“ Auch er ist mit seinen Flächen an der Grenze.

Der Regenwurm ist unentbehrlich
Mit vier Hektar trägt er das Seine zur Nahversorgung mit der so beliebten „Grumpira“ bei, weitere dreieinhalb hat er mit Urdinkel bepflanzt. Sein strategisches Konzept setzt dabei auf Vielseitigkeit und naturnahe Bewirtschaftung. Thomas Bischof, der den Gravishof 2010 von seinem Vater übernahm, arbeitet vorwiegend mit organischem Dünger und achtet auf eine vierjährige Fruchtfolge. Auf ein Jahr mit Kartoffeln folgt Winterdinkel, danach zwei Jahre Kleegras. „Das Um und Auf ist, dass der Boden durch organisches Düngen aktiv bleibt. Die Erde muss leben. Unentbehrlich dafür ist der Regenwurm, der Humuskomplexe ausscheidet“, erklärt der Fachmann.

Kartoffeln mit Ländle Gütesiegel
Thomas Bischof baut seine Kartoffeln nach den Richtlinien des Ländle Gütesiegels an. Läuft alles in normalen Bahnen, beträgt die Ausbeute zwischen 35 und 40 Tonnen pro Hektar. Dabei handelt es sich allerdings um Rohware. Verkaufsfähig sind davon rund 25 Tonnen. Neben dem Handel – der Hauptabnehmer ist hier Sutterlüty – verkauft er die Ländle Kartoffeln ab Hof.

500 Stunden Arbeit pro Hektar Kartoffeln
Wie viel Zeit sowie Bangen und Hoffen von der Saat bis zur Ernte wirklich dahinter steht, kommt nicht nur im Mundartgedicht von Anneliese Zerlauth zum Ausdruck. Thomas Bischof hat ausgerechnet, wie viel Stunden es braucht, bis die Ware für die Kunden abholbereit ist. „Rund 500 Stunden sind es pro Hektar.“ Für einen Drei-Mann-Betrieb nicht wenig. „Dafür machen wir auch tatsächlich alles selber von der Pike auf.“ Und nicht nur das: Thomas Bischof betreut auch Flächen für andere Landwirte. Sagt’s und setzt sich schon wieder auf den Traktor.