Giselbrecht Claudia & Gerd

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In Sulzberg betreiben Gerd und Claudia Giselbrecht ihren Eierhof. Die Freilandeier werden an den Sennhof weitergeliefert.

Allein schon die Anschrift „Fehren an der Sonnenseite“ verspricht ein kleines Idyll. Und so ist es dann auch, wenn man den kurvigen Weg zum Hof von Gerd und Claudia Giselbrecht in Sulzberg nimmt. Wo anderweitig auf dieser Höhe noch Schnee liegt, hat das wärmende Gestirn die hügelige Landschaft in ein Grün verwandelt. Verständlich, dass man hier oben auf gut 1.000 Meter Höhe gerne seine Ferien verbringen würde.

Doch nicht nur die Familie Giselbrecht hat hier ihr Glück gefunden, sondern auch 4.000 Hühner, die sozusagen ebenfalls ihr Leben auf der Sonnenseite verbringen dürfen. Denn das Federvieh hat sowohl einen eigenen Auslauf im Freien, der vor allem in der warmen Jahreszeit gerne genützt wird, als auch einen Wintergarten, der in der kälteren Jahreszeit für Tageslicht im Stall sorgt. Rund 3.500 Eier legen die Hennen pro Tag, die vom Sennhof in Rankweil abgeholt und von dort weiterverteilt werden. „Das hat für uns den Vorteil, dass wir uns um die Vermarktung nicht kümmern müssen. Die Zusammenarbeit, die auch die Betreuung mit einschließt, klappt perfekt“, betont das Paar.

Seit Oktober 2011 ist Gerd Giselbrecht als Zulieferer des größten Eierbetriebes des Landes tätig. „Das ermöglichte mir auch eine Voll-existenz als Landwirt aufzubauen“, so der 41-Jährige, der auch noch 20 Milchkühe hat. Vor dieser Zeit war Gerd Giselbrecht als Baggerfahrer tätig. „Als ich dann ein Inserat las, dass ein Eierproduzent gesucht wird, habe ich die Chance ergriffen.“ Die 4.000 Hühner geben allerdings ganz schön viel Arbeit. So heißt es jeden Tag, um sieben Uhr morgens im Stall zu stehen. „Das ist wichtig, damit man gleich in der Früh nachschauen kann, ob alles in Ordnung ist.“ Familie Giselbrecht hat dabei ein geschultes Auge entwickelt, wenn sie durch die Gänge geht. „Hat sich ein Huhn verletzt, holen wir es raus und pflegen es gesund“, erzählen sie. Ebenso ist es den Giselbrechts ein Anliegen, dass die Hühner genügend Beschäftigungsmöglichkeiten haben. Einmal die Woche gibt es deshalb frisches Stroh. Und gefüttert wird fünfmal täglich. Das erfolgt automatisch.

Die Haupttätigkeit von Claudia Giselbrecht ist es, die Eier in die Kartons zu verpacken. Jeweils 30 Stück kommen in die offene Palette. „Rund zweieinhalb Stunden brauche ich dafür“, sagt die gebürtige Steirerin, die seit vielen Jahren ihr Glück im Bregenzerwald gefunden hat. Für die 44-Jährige ist das Eier einsammeln und verpacken fast schon zu einer Art meditativen Beschäftigung geworden. „Ich mache das gerne“, unterstreicht sie. Sortiert nach Größe müssen sie nicht werden. Das übernimmt der Sennhof. Ein paar Paletten bleiben hier – für die Selbstvermarktung. Denn Nachbarn aus der Umgebung schätzen die frischen Eier aus Freilandhaltung. Freilich ist es auch am Samstag oder Sonntag nichts mit Ausschlafen, denn Hühner machen ja bekanntlich keinen Urlaub, auch wenn die Idylle am Hof dazu animieren würde.

Ohne familiären Zusammenhalt würde es wohl nicht gehen. Denn externe Mitarbeiter kann sich ein Betrieb in der Größe des Giselbrecht-Hofes nicht leisten. So sind auch noch Gerds Eltern ein wenig im Einsatz – und ihre drei Kinder haben die Landwirtschaftsschule besucht beziehungsweise besuchen sie gerade. Während das Paar von seiner täglichen Arbeit erzählt, scharren die Hühner vor sich hin und picken frech an den Schuhen von Gerd Giselbrecht herum. Das Leben an der Sonnenseite scheint in jeder Hinsicht positiv auf das Gemüt zu schlagen.