Schedler Norbert

Beschreibung
Produkte mit Ländle Gütesiegel

Ländle Ziegenkitz, Ländle Wiesenhuhn

Beschreibung

LÄNDLE WIESENHÜHNER SIND BEGEHRTE GUSTOSTÜCKE

Fleischhühner, die in Freilandhaltung unter völlig natürlichen Bedingungen aufwachsen: Das Programm Ländle Wiesenhuhn macht dies möglich. Norbert Schedler aus Alberschwende ist mit Begeisterung dabei.

Man mag sich gar nicht vorstellen, unter welch erbärmlichen Umständen Masthühner meist ihr kurzes Leben verbringen. Einziges Ziel ist es, dass die Hühner möglichst schnell an Gewicht zunehmen, sodass sie innerhalb von vier, fünf Wochen auf den Teller landen können. Nur 1,6 Kilogramm Futter muss ein typisches Masthuhn zu sich nehmen, um 1 Kilogramm an Gewicht zuzunehmen. Am Ende der kurzen Aufzucht können sich die Federtiere kaum mehr bewegen. Sie müssen so viel Brustfleisch wie möglich angesetzt haben, denn nur das ist begehrt. Ein Genusserlebnis schaut wohl anders aus.

Es geht auch anders – das Ländle Wiesenhuhn
Auf dem Hof von Norbert Schedler in Alberschwende können sich die Hühner frei bewegen. Mehr noch: Sie dürfen sogar ins Freie und nach Herzenslust im Gras herumpicken. Also ganz so, wie es die Natur vorgesehen hat. Das ist für Geflügel, das für die Fleischproduktion bestimmt ist, außergewöhnlich.

„Wenn ich etwas anfange, will ich es 'ghörig' machen“, beschreibt der Nebenerwerbsbauer, warum er sich im Vorjahr entschloss, beim Ländle Wiesenhuhn Programm einzusteigen. Unter dem speziellen Vorarlberger Begriff 'ghörig' versteht der Bregenzerwälder, dass die Hühner ein schönes und artgerechtes und auch längeres Leben führen können. Denn Schedlers Hühner sind erst nach zehn bis zwölf Wochen schlachtreif, weil sie nicht so schnell an Gewicht zunehmen und langsamer wachsen. „Merkbar wird das an der Fleischqualität.“ Ländle Wiesenhühner sind – im wahrsten Sinne des Wortes –
begehrte Gustostücke, die es zu bestimmten Zeiten exklusiv bei Interspar zu kaufen gibt.

Harter Preiskampf in der Geflügelmast
Rund 240 Junghühner tummeln sich auf dem Hof in Alberschwende. Nicht viel, wenn man bedenkt, dass in den großen Hühnermastbetrieben bis zu 40.000 Hühner auf engstem Raum leben. Die Zahlen verdeutlichen es. Auf einem Quadratmeter Stallfläche dürfen in Österreich bis zu 20 Hühner (max. 30 kg Tiergewicht) gehalten werden. Das entspricht etwa der Größe einer Duschwanne. Also soviel Platz, wie wir für die tägliche Körperpflege zur Verfügung haben. EU-weit ist das mit max. 42 kg Tiergewicht pro Quadratmeter sogar noch viel „großzügiger“ bemessen. Heimische Geflügelmäster berichten davon, dass ihnen am Ende pro Huhn rund 30 Cent Ertrag bleibt. Allerdings nur, wenn nicht viel schiefgeht. Um im Vollerwerb leben zu können, muss ein Bauer mindestens 40.000 Hühner halten. Die Landwirtschaft – ein pickelhartes Geschäft und ein Preiskampf, der leider allzu oft auf Kosten der Tiere stattfindet.

Großer Zusammenhalt in der Familie
Norbert Schedler könnte mit seiner Form der Aufzucht niemals mit den „Big Playern“ in der Branche mithalten. Das ist auch gar nicht seine Absicht. Vielmehr schauen der 41-Jährige und seine um ein Jahr jüngere Frau Ramona täglich nach, ob im Stall auch alles passt. Zweimal pro Tag wird frisch eingestreut. Die Hühner haben eigene Wassertränken und Stroh- und Heuballen, auf denen sie sitzen können. Sie können auch jederzeit scharren und haben Unterschlupfmöglichkeiten. „Meiner Frau macht die Arbeit mit den Tieren viel Spaß. Sie kümmert sich sehr darum. Alleine könnte ich das nicht machen.“ Der Zusammenhalt wurde in der Familie von jeher großgeschrieben.

Gute Partnerschaft
Schließlich ist der gelernte Tischler voll berufstätig und bei der Gemeinde Buch beschäftigt. Dort ist er hauptsächlich für das Wasserwerk und die Biomasse-Anlage zuständig. Die Gelegenheit, beim Ländle Wiesenhuhn Programm mitzumachen, sieht er als große Chance. „Wenn die Nachfrage da ist, möchte ich das sogar ausbauen.“ Platz genug hätte er noch im Stall.

Mit Josef Ruloff und Markus Casagrande, die in Hörbranz ebenfalls Ländle Wiesenhühner aufziehen, pflegt er mittlerweile eine Art Partnerschaft. Ja, es ist sogar eine Freundschaft entstanden. So wird etwa das Futter gemeinsam bestellt. „Wir sind keine Konkurrenten, sondern haben ein gemeinsames Ziel. Nämlich, dass es den Tieren gut geht und die Konsumenten ein hochwertiges Produkt bekommen.“ Da gackern selbst die Hühner vor Begeisterung.