Familie Hehle, Hörbranz | Ländle Bio-Rind

Warum sind nicht ausnahmslos alle Rinder, deren Fleisch mit Ländle Gütesiegel verkauft wird, auch in Vorarlberg geboren?

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Die Vorarlberger Landwirtschaft ist stark von der Milchwirtschaft geprägt. Daher finden sich auf Vorarlberger Höfen hauptsächlich Rinder (und Kälber), welche aus sogenannten Milchrassen stammen. Ein auf Fleisch spezialisierter Landwirt bevorzugt naturgemäß Masttiere aus sogenannten Zweinutzungs- oder klassischen Fleischrassen. Diese Genetik garantiert gute Masteigenschaften bei gleichbleibend hoher Fleischqualität, wie die Abnehmer und Konsumenten sie verlangen. Solange die benötigte Genetik in Vorarlberg vorhanden ist, greifen die Ländle Rind Produzenten auf heimische Tiere zurück. Ist diese Genetik nicht mehr verfügbar, muss auf sogenannte „Einsteller“ aus anderen österreichischen Bundesländern zurückgegriffen werden. Ein Rind, welches außerhalb Vorarlbergs geboren wurde, verbringt im Schnitt 2/3 seiner Lebenszeit in Vorarlberg. Eine Schlachtung in Vorarlberg ist obligatorisch. Die Rinder mit dem Ländle Bio Siegel haben alle ihren Geburtsort in Vorarlberg.
Die Familie Manser bewirtschaftet die Alpe Stoggertenn (Foto: Ludwig Berchtold)

Wieviele Bauern gibt es in Vorarlberg?

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In der Vorarlberger Landwirtschaft dominieren kleine Familienbetriebe. Etwa 1.200 Betriebe erwirtschaften im Haupterwerb in der Vorarlberger Landwirtschaft ihr Einkommen. Ca. 2.400 Landwirte sind es im Nebenerwerb.
Das Ländle Alpschwein erhält die Molke, welche bei der Produktion von Alpkäse übrig bleibt.

Wieso wird in Vorarlberg soviel Milch produziert?

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Die Landwirtschaft in Vorarlberg ist klein strukturiert. Selbst die Betriebe, die im Ländle als groß gelten, fallen im internationalen Vergleich in die Kategorie Klein- bzw. Kleinstbetriebe. Beispielsweise werden in Vorarlberg, im landwirtschaftlichen Hauptproduktionszweig Milch, 25.311 Milchkühe gehalten. Von Außenstehenden wird nicht selten kritisiert, dass die Produktion von Milch in Vorarlberg so stark ausgebaut ist. Aber allein schon der Vergleich mit Restösterreich zeigt, dass Vorarlberg mit seinem Tierbestand vor Burgenland (ca. 4.000 Milchkühe) auf dem vorletzten Platz landet und weit hinter Oberösterreich (ca. 166.000 Milchkühen) liegt. In Bayern werden im selben Zeitraum vergleichsweise ca. 1,2 Mio. Milchkühe gehalten.
Ländle Kartoffel (© Ländle Produkte, Foto: Othmar Heidegger)

Stimmt es, dass vor der Kartoffelernte bei den Kartoffeln in Lauterach Glyphosat eingesetzt wird, damit die Kartoffeln schneller reifen?

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Bei unseren zertifizierten Ländle Kartoffel Produzenten (alle namentlich abrufbar unter www.laendle.at/kartoffel) wird KEIN Glyphosat zur Sikkation (Krautabtötung) eingesetzt. Speziell in Lauterach handelt es sich um folgende zertifizierten Ländle Kartoffel Produzenten: Fink Georg, Kalb Andreas und Reiner Sebastian.Je nach Landwirt, wird in unserem Programm das "Abschlegeln" bzw. das "Häckseln" bevorzugt. Manche nehmen auch ein Kontaktmittel. Ein systemisches Mittel wie Glyphosat wird zur Sikkation nicht verwendet, es würde in die Knolle eindringen.
Screenshot Studie Lebensmittelsiegel

Warum gibt es verschiedene Qualitätsbezeichnungen für gesunde Nahrungsmittel und welchen dürfen wir glauben?

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Ob Nahrungsmittel gesund sind oder nicht - deklarieren unseres Wissens nach keine gängigen Gütesiegel in Österreich.In Skandinavien gibt es ein Symbol, das so genannte "Keyhole", dieses grüne Schlüsselloch als Symbol kennzeichnet Produkte mit weniger Fett, Zucker und Salz. Mehr dazuIn anderen Ländern wie Deutschland, Schweiz und Großbritannien wird ein so genanntes Ampelsystem zur Kennzeichnung gesunder bzw. ungesunder Produkte diskutiert. Auch hier geht es um eine Kennzeichnung, wie viel Fett (vor allem gesättigte Fettsäuren), Zucker und Salz im jeweiligen Produkt enthalten ist.Bzgl. Produkt- und Produktionsqualität und Herkunftsdeklaration gibt es einige österreichische Gütezeichen (staatlich geförderte, vom Handel initiierte und betreute, von Verbänden und Organisationen). Beispiele dafür: AMA Gütesiegel, Ja!Natürlich, Spar Natur Pur, Zurück zum Ursprung, Ohne Gentechnik hergestellt, Hergestellt in Österreich, AMA Biosiegel, Gutes vom Bauernhof, Qualität aus Österreich, Bio Austria, Bauernhofgarantie, EU Biozeichen, Pro Planet, AMA Handwerksiegel, Austria Bio Garantie, AMA Gastrosiegel, 100% Österreich, Tierschutz geprüft.
_____Ländle Bur Kalb

Was hat Vorarlberg für einen Selbstversorgungsgrad?

Als Selbstversorgungsgrad wird die inländische Erzeugung von Produkten gemessen am Gesamtverbrauch der Produkte im Inland in Prozent bezeichnet.Der Selbstversorgungsgrad ist das Verhältnis der Bruttoeigenerzeugung zum Verbrauch. Unter Verbrauch die Verwertung eines Produktes im Inland verstanden. Die Bruttoeigenerzeugung beschreibt die Menge des im Inland erzeugten Produktes.Wenn wir von Eigenversorgungsgraden sprechen, wird nicht immer zwingend die ganze erzeugte Menge in einem Land auch vom betreffenden Land konsumiert.In Vorarlberg ein paar interessante Eigenversorgungsgrade (variieren natürlich insbesondere bei Acker- und Feldfrüchten je nach Erntemenge – abhängig von Wetter, Schädlingen etc., auch bei Honig gibt es Schwankungen, durchaus auch bei Produkten, bei denen Tiere gehalten werden (Tuberkulose, Seuchen etc.):
Milch und Käse der Vorarlberg Milch

Sind alle Vorarlberger Milchprodukte gentechnikfrei?

Alle Milchbetriebe in Vorarlberg, die an weiterverarbeitenden Betriebe (Sennereien, Molkereien) in Vorarlberg liefern, müssen ihre Milch gentechnikfrei produzieren. Dh es dürfen nur gentechnikfreie Futtermittel verwendet werden.
Dietmar Baldauf, Sulzberg, Bio Eier

Wie werden Legehennen in Vorarlberg gehalten?

Für alle Haltungsarten der Ländle Legehennen gilt ein durchgehendes Verbot des vielerorts praktizierten Schnabelstutzens. Das schmerzhafte Abschneiden der Schnabelspitze, meist ohne Betäubung an Küken, soll Federpicken und Kannibalismus in der Hühnerhaltung verhindern.
Milch aus Vorarlberg

Wie wird Milch in Vorarlberg kontrolliert?

Auf allen Stufen der Wertschöpfungskette werden bei Milch lückenlos Kontrollen durchgeführt. Angefangen bei den Futtermittelwerken/Futtermittelhändlern über die Landwirte bis hin zu den Milchverarbeitern.