fleischkennzeichnung

Kann es sein, dass Tiere aus dem Ausland nach Österreich gekarrt werden, hier geschlachtet werden und dann als österreichisches Fleisch ausgelobt werden dürfen?

Weder auf EU Ebene, noch bei der AMA-Kennzeichnung und auch nicht in unseren Ländle Gütesiegel Programmen dürfen Tiere aus dem Ausland, die im Inland geschlachtet wurden, als österreichisches Fleisch ausgelobt werden.

Aufgrund der BSE-Vorkommnisse und der damit verbundenen Verunsicherung der Konsumentinnen und Konsumenten wurde für Rind- und Kalbfleisch die Verordnung (EG) Nr. 1760/2000 und damit die verpflichtende Kennzeichnung der Herkunft bei Rind- und Kalbfleisch erlassen. Seit 1. April 2015 gilt eine Kennzeichnungspflicht auch für Schweine-, Geflügel- sowie Schaf- und Ziegenfleisch. Basis dafür ist die Verordnung (EU) Nr. 1337/2013.

Von der Kennzeichnung betroffen sind verpacktes frisches, gekühltes, tiefgekühltes Fleisch und Faschiertes für die Abgabe an die Endverbraucher und Anbieter der Gemeinschaftsverpflegung (Gastronomie). Für Rind- und Kalbfleisch gilt die Kennzeichnung auch für unverpacktes Fleisch und für die Lieferung an die Fleischverarbeitungsbetriebe.

Für unverpacktes Fleisch – sprich offene Ware von  Schweinen, Geflügel etc. (bis eben auf Rind) gilt die Kennzeichnungspflicht nicht. Diese wäre aus unserer Sicht gesetzlich zu erweitern. Die fordern auch verschiedene Bauernvertreter.