Ein Tässchen „Bade-Tee“ gefällig?

Ein Tässchen Tee gefällig? „Nein, danke. Ich bin nicht krank.“ So oder ähnlich lautet der Standardspruch von jemandem, der keinen Tee mag. Mittlerweile ist das „heiße Wasser“ wieder salonfähig und in den Regalen finden wir Tees in unterschiedlichsten Variationen.

Iris Lins ist die Autorin des Buches "Kräuternest"

Iris Lins, Grüne Kosmetikpädagogin

Während der kalten Jahreszeit ist Tee ein allseits beliebter, wohltuender Halswärmer. Aber auch als Zusatz zum Badewasser, als Teekompresse gegen Augenringe sowie für Dampfbäder bei Schnupfennasen wirken Kräutertees hervorragend. Beispielsweise können wir sie mit Haushaltssalz in einem Stoffsäckchen oder Seidenstrumpf ins Badewasser geben. Ob lose in einer Teedose oder im Teebeutel macht keinen Unterschied. Generell halten sich Geschmack und Inhaltsstoffe in groben, losen Tees besser als in Beuteln, für die die Kräuter in winzigste Teile zerkleinert wurden. Am hochwertigsten sind natürlich regionale Bio-Kräuter!

„Tea Time in der Badewanne“

Ein einfacher Bade-Tee

Besonders nach einem langen Arbeitstag ist ein Kräuterbad eine Wohltat. Zitronenmelisse und Rose helfen uns beim Entspannen und pflegen die Haut. Kinder mögen den entspannenden Duft von Lavendel und die Ringelblume ist eine Wohltat für beanspruchte Haut. Der Duft von Thymian ist Balsam für Atemwege und Haut. Wem der Geruch nicht so wichtig ist, kann noch Gänseblümchen und Spitzwegerichblätter vom Vorjahr in die Wanne geben – sie sind wahre Hautschmeichler. In ein Fußbad kann man auch gerne mal ein Beutelchen Schwarztee legen.

1 Handvoll Kräuter | 3 bis 4 EL Salz | evtl. 1 EL Honig

Grobe Tee-Kräuter gut zerkleinern, in ein Stoffsäckchen, einen Seidenstrumpf oder einen dünnen Waschhandschuh füllen und gut zubinden. Das Teesäckchen mit Salz und Honig ins Badewasser geben und fünf Minuten ziehen lassen. Kräuter und Salz können auch in ein großes Glas gegeben und portionsweise entnommen werden.
Tipp: Wer noch Rosskastanien zu Hause hat, kann diese mit der Baumschere zerkleinern und eine Handvoll mit ins Kräutersäckchen geben, sie pflegen und reinigen unsere Haut auf sehr sanfte Weise.

Ein Tässchen Bade-Tee gefällig?

„Schwitzen unter‘m Regenschirm“ –

Dampfbad mal anders

Winter, Schnupfenzeit. Besonders bei Kindern ist ein Dampfbad eine richtige Herausforderung, weil sie nicht mit einem Handtuch über dem Kopf ihr Gesicht über einen heißen Topf halten wollen. Eine kreative Lösung: Anstatt des Handtuchs einfach einen Kinderschirm nehmen und über dem dampfenden Kräutertopf sitzen. Kinder mögen den entspannend-süßen Duft der Kamille, der sehr gut mit ein paar Lavendelblüten kombinierbar ist. Thymian, Mädesüß und Holunder werden beispielsweise eingesetzt, wenn sich bei Jugendlichen oder Erwachsenen ab und zu Pickel zeigen. Vielleicht noch ein Tässchen Tee mit Honig dazu – und dann kann es nur noch besser werden!

1 Kochtopf mit heißem Wasser | 1 (Kinder)Handvoll Kräuter
1 EL Salz | 1 Handtuch oder 1 Regenschirm

Tipp: 1 EL Salz mit ins Inhalationswasser geben. Eine Wohltat für unsere Schleimhäute!

Veröffentlicht am: 7.12.2017