Projektleiter Markus Fröhlich sorgt vor Ort in Malawi dafür, dass die Spende dort ankommt, wo sie gebraucht wird.

Es geht um eine nachhaltige Lebensgrundlage

Ländle Christbaum Produzenten setzen sich für Menschen in Malawi ein. Markus Fröhlich von „Bruder und Schwester in Not“ leitet das Projekt.

Seit zwei Jahren unterstützen die Ländle Christbaum Produzenten ein Aufforstungsprojekt in der Ortschaft Malambo in Malawi. Von jedem verkauften Ländle Christbaum wird ein Teil des Geldes an das von Markus Fröhlich (Bruder und Schwester in Not) betreute Projekt gespendet. „luag“ sprach mit dem Rankweiler, was damit bereits erreicht werden konnte.

Über Eur 6.000,– kommen jährlich für die Aufforstungsaktion zusammen. Was kann mit diesem Geld gemacht werden?

Man muss sich vorstellen, dass die Menschen in diesem bitter armen Land teilweise mit 90 Cent am Tag auskommen müssen. Genauso viel kosten drei Setzlinge, die zur Aufforstung abgeholzter Wälder oder für die Anpflanzung von Nutzbäumen dienen. Wir können damit für die Menschen auch eine Lebensgrundlage schaffen.

Das Aufforstungsprojekt begann im Jänner 2016. Wie ist der aktuelle Stand?

Es wurden bisher Tausende Bäume gepflanzt und ein Brunnen für die Bewässerung gebaut. Schulungen zur organischen Düngung und Pflege der Pflanzen gehören auch zum Projekt. Es geht um die nachhaltige Waldbewirtschaftung. Nur so kann eine Lebensgrundlage geschaffen und die Menschen können zu Selbstversorgern werden. Die Menschen leiden unter extremem Hunger, haben oft nur jeden zweiten Tag etwas zu essen. Nutzpflanzen wie Mango, Papaya und Bananen sorgen für genügend Nahrung und klimaangepasste Bäume dafür, dass die Pflanzen auch gedeihen können. Diese Bäume werden vor den Lehmhäuschen im Garten eingesetzt. Für die Region ist das sehr wertvoll und die Aktion hat sicher positive Auswirkungen für die kommenden 15 bis 20 Jahre. Ein Problem war, dass sich die Menschen nichts dabei dachten, wenn sie Wälder abholzten und sich so ihrer eigenen Ressourcen beraubten.

Hat das Engagement der katholischen Kirche Vorarlberg (Bruder und Schwester in Not) hier ein Umdenken bewirken können?

Ja, das Baumprojekt ist ja nicht das einzige, was wir machen. Langsam geht es auch in die Köpfe rein, dass die Aufforstung wichtig ist. Deshalb ist es auch ein Bewusstseinsbildungsprojekt.

Gibt es weitere Projekte dieser Art?

Unlängst erst haben wir die neue Geburtenstation eingeweiht. Das war ein freudiger Anlass. Was das Holz betrifft, planen wir einen Ofenbaukurs. Durch richtiges Heizen kann der Holzverbrauch stark eingedämmt werden.

www.bruderundschwesterinnot.at

Veröffentlicht am: 11.12.2017