Ländle Metzg & Ländle Metzg Schwein

Vertrauen ist gut – Kontrollen sind besser

Zertifizierte Ländle Metzger sind nicht vom Fleischskandal betroffen!

Die Ländle Qualitätsprodukte Marketing GmbH (LQM) ist die zentrale Zertifizierungs- und Vermarktungsstelle für Agrarprodukte aus Vorarlberg. Neben Produktzertifizierungen führt sie auch Betriebszertifizierungen durch. Die so genannten „Ländle Metzg“ Betriebe werden jährlich mindestens zweimal auf Fleischherkunft kontrolliert.

Manuel Gohm, GF der Ländle Qualitätsprodukte Marketing GmbH zu den aktuellen Irreführungsvorwürfen: „Wir begrüßen es, wenn bewusste Irreführungen des Konsumenten aufgedeckt werden. Wichtig ist jedoch, jetzt nicht alle Metzger in einen Topf zu werfen! Es gibt Metzger, die ehrlich sind – die von uns zertifizierten Ländle Metzger zum Beispiel. Diese sind nicht nur ehrlich, sondern auch von uns und externen Stellen kontrolliert. Alle Warenflüsse sind nachweisbar und belegbar. Denn auch bei der Ländle Qualitätsprodukte Marketing GmbH gilt ,Vertrauen ist gut – Kontrollen sind besser‘. Wir nehmen den aktuellen Fall gerne zum Anlass, einen Appell an alle ehrlichen Metzger im Land zu richten: Gerne nehmen wir weitere Betriebe in unser Betriebszertifizierungsprogramm auf. Unsere Schweinefleisch Lieferanten sind ebenfalls zertifiziert und haben noch Lieferkapazitäten! “

„Seit vielen Jahren gibt es das Ländle Metzg Zertifizierungsprogramm. Hier wird Ländle Herkunft von Rind-, Kalb- und Schweinefleisch streng kontrolliert. Die Ländle Qualitätsprodukte Marketing GmbH handelt mit diesem Programm im Interesse der Landwirtschaftsstrategie 2020 Ökoland Vorarlberg – regional und fair‘ und wird dabei vom Land Vorarlberg unterstützt“, weist Landesrat für Landwirtschaft Ing. Erich Schwärzler auf kontrollierte Ländle Metzg Betriebe hin.

Die Ländle Qualitätsprodukte Marketing GmbH ist eine Tochter der Landwirtschaftskammer Vorarlberg. So sieht auch Josef Moosbrugger, Präsident der Landwirtschaftskammer, Sinn in dem Kontroll- und Zertifizierungsprogramm Ländle Metzg: „Zweck des Ländle Metzg Programms ist es, den Konsumenten regionales, qualitativ hochwertiges Fleisch aus tierschutzgerechter Haltung anzubieten. Durch eine klare Kennzeichnung und Auslobung soll die Nachvollziehbarkeit der Herkunft das Vertrauen der Verbraucher stärken.“

Ein gezieltes Angebot an regionalem Qualitätsfleisch sichert und verbessert auch die Wertschöpfung beim Landwirt sowie bei den nachgelagerten Stufen. Das ist für die Landwirtschaftskammer als Vertretung der Bauern von großem Interesse.“

„Speziell unser Nachbar Deutschland hat sich zum Exportland von Billigfleisch entwickelt. Deutsche Betriebe haben ganz andere Dimensionen, was die Anzahl von gehaltenen Tieren betrifft. Die Lohnkosten und Betriebskosten sind geringer als in Vorarlberg. Die Standards betreffend Gentechnik, Antibiotika und Tierhaltung sind ganz andere als bei uns im Ländle. Viele unserer Mitbewerber im Land greifen vermehrt auf die günstigere Ware aus dem Ausland zurück“, weiß Christof Klopfer, ein kontrollierter Ländle Metzger aus Lauterach. „Wir zertifizierten Ländle Metzger versuchen dennoch, dem Wettbewerbsdruck standzuhalten und unterstützen die Ländle Bauern.“

„Mit der Unterzeichnung des Partnervertrages erklären sich die Ländle Metzg Betriebe bereit, die Qualitätsrichtlinien verbindlich einzuhalten. Die Betriebe werden von der Ländle Qualitätsprodukte Marketing GmbH sowie von externen Kontrollstellen jährlich mindestens zwei Mal überprüft. Dabei werden die Einhaltung der Richtlinien, Hygienestandards und natürlich die Herkunft der Produkte strengstens kontrolliert“, so Manuel Gohm, GF der Ländle Qualitätsprodukte Marketing GmbH.

Hier ein Auszug der Richtlinien des Vertrages zwischen Ländle Metzg Betrieben und der Ländle Qualitätsprodukte Marketing GmbH:

a) In einem Ländle Metzg Betrieb wird bei Rind-/Kalb- und Schweinefleisch zu 100 % Vorarlberger Fleisch über die Theke verkauft.

b) Ausnahmen sind saisonale Schwankungen bei diversen Produkten (Filet zu Weihnachten sowie Spare Ribs, Karree und Hals in der Grillsaison).

c) Bei Inanspruchnahme von Ausnahmemöglichkeiten ist in jedem Fall die LQM unmittelbar in Kenntnis zu setzen. Vom Ländle Metzg Betrieb ist bei Inanspruchnahme einer Ausnahmeregelung dies innerbetrieblich zu dokumentieren.

d) Bei Inanspruchnahme einer Ausnahmemöglichkeit ist das Fleisch in der Theke deutlich mit der tatsächlichen Herkunftsangabe auszuloben.

e) Bei jeder Inanspruchnahme einer Ausnahme muss das Fleisch (Rind, Kalb, Schwein) nachweislich aus österreichischer Herkunft stammen.

Zukäufe von ausländischem Fleisch (Rind, Kalb, Schwein) sind in keinem Fall erlaubt!

Veröffentlicht am: 12.12.2016